Donnerstag, 29. September 2016

Blätter aus Beton

In meinen Sommerferien - die mittlerweile auch schon wieder eine ganze Weile zurückliegen - habe ich mit Beton gearbeitet. Wir mussten an unserem Vorplatz etwas ausbessern, und anstatt den von dieser Arbeit übrig gebliebenen Beton wegzuwerfen, habe ich ihn zu Betonblättern verarbeitet.
Das geht ganz einfach und das Ergebnis ist toll.
Zuerst habe ich mit Pflanzenerde kleine Häufchen auf einer festen Unterlage geformt (damit die Betonschalen später eine gewölbte Form erhalten), die Blätter darauf gelegt und zum Schluss eine Schicht Beton aufgetragen. Fertig!
Das ganze habe ich dann mehrere Tage so trocknen lassen.

Nachdem der Beton durchgetrocknet war, haben sich die Blätter mehr oder weniger gut abziehen lassen und das Ergebnis ist ein Betonblatt, das sich für verschiedene Zwecke verwenden lässt.
 
Grosse Blattschalen eignen sich beispielsweise hervorragend als Vogelbad.

Kleinere habe ich mit Hauswurz bepflanzt.

Und weil es so viel Spass gemacht hat, habe ich gleich nochmals etwas Beton angemischt (für kleine Betonblätter braucht es wirklich nicht viel) und mit verschiedenen Blättern experimentiert. Am deutlichsten werden die Blattadern im Beton sichtbar, wenn man Rhabarberblätter verwendet. Aber auch Sonnenblumenblätter sind hübsch.
Die Blätter vom Frauenmantel lassen sich nicht so gut vom trockenen Beton abziehen, aber die hängengebliebenen Reste kann man einfach antrocknen lassen - irgendwann lösen sie sich von selbst.
Auf jeden Fall habe ich nun bereits das eine oder andere Weihnachtsgeschenk! Ein Stück Sommer, in Beton konserviert. :-)
Die kleinen Gugelhupfe auf dem Foto sind bereits verschenkt.
 
 Von der grösseren Gugelhupf-Variante steht da und dort ein Exemplar in meinem Garten.
Mir gefallen sie richtig gut! Überhaupt finde ich es im Moment im Garten so schön - der Herbst ist einfach eine wunderbare Jahreszeit. Doch dazu demnächst mehr. :-)
Liebe Grüsse,
Nadia

Donnerstag, 15. September 2016

Eddie the Igel

Im Frühling war in unserem Gerätehäuschen ein Igel zu Gast, wie schon im letzten Jahr.
 
Ich habe mich riesig gefreut, aber leider liess er sich dann den ganzen Sommer über nie mehr vor der Kamera blicken.
Er trägt Stroh ins Häuschen
Dennoch wusste ich, dass er regelmässig in meinem Garten unterwegs war, denn die Spuren in den Blumenbeeten, in denen er nach Würmern und Larven gegraben hat, haben eine deutliche Sprache gesprochen.

 
Pünktlich zu der heutigen Buchvorstellung ist der Igel nun aber wieder vor die Kamera getreten.
 
Das Buch "Der Igel" von Corinne Chesne, erschienen im Verlag Bassermann, enthält eine Fülle von Informationen zu diesem entzückenden stacheligen Gesellen, begleitet von tollen Aufnahmen.
Selbstverständlich findet man auch im Internet jede Menge Informationen über Igel, was insbesondere dann praktisch und wichtig sein kann, wenn man einen Igel in Not findet und rasch Hilfe braucht. Wenn es aber darum geht sich einfach generell zu informieren und neues Wissen anzueignen, bin ich altmodisch und  finde Bücher noch immer die viel schönere Variante.
 
So bin ich auch ganz angetan von diesem Igelbuch. Gleich zu Beginn wird ein Igelleben in Bildern gezeigt.
 
Zu jedem Bildchen gibt es eine kurze, interessante Information wie beispielsweise dass Igel Wespen, Hummeln und Bienen fressen können, ohne dass ihnen die Stiche etwas ausmachen oder dass sie Stürze aus bis zu 8 Metern unbeschadet überstehen können, weil ihre Stacheln den Aufprall abfedern.
"Unser" Igel verlässt seine Igelkuppel
Der Leser erfährt, dass ausgewachsene Igel kaum natürliche Feinde haben, dass aber pingelig aufgeräumte Gärten und natürlich auch der Strassenverkehr dem stacheligen Gesellen das Leben schwer machen.
Abendliches Treffen zwischen Igel und Katze
Früher wurden Igel als kleine Apotheke missbraucht: Ihr Fleisch und ihre Haut sollten angeblich gegen Kahlköpfigkeit helfen, während der Verzehr des rechten Auges eines Igels Probleme mit dem Sehvermögen hätten beheben sollen. Ausserdem wurde das Stachelkleid des Igels dazu verwendet, Woll-, Leinen- und Hanfstoffe aufzurauen.
Die Katze beobachtet den Igel ganz genau...
Wer mehr über den niedlichen stacheligen Gesellen erfahren möchte, wird von diesem  Buch begeistert sein.
...und geht dann doch lieber auf Distanz. :-)
Weil ich den ganzen Sommer über keinen Igel zu Gesicht bzw. vor die Kamera bekommen habe und euch dieses herzige Buch nicht ohne Igelbilder vorstellen wollte, habe ich mir halt einen gehäkelt. Darf ich vorstellen: Eddie the Igel.
Er ist lockiger, weicher und um einiges empfindlicher als der stachelige Geselle, den ihr auf den vorherigen Bildern gesehen habt. So hat er sich denn auch nach einem Rundgang durch den Garten mit schnuppern an Blumen, einer kleinen Pause am Teich,
naschen von Beeren
und schliessen einer neuen Freundschaft
dazu entschieden, lieber im Haus als draussen zu wohnen und ist wieder mit mir nach drinnen gekommen. :-)

Demnächst werde ich euch noch weitere Basteleien zeigen, die im Verlaufe des Sommers entstanden sind.

Für heute verabschiede ich mich und wünsche euch einen schönen Tag.

Liebe Grüsse,
Nadia


Mittwoch, 14. September 2016

Zurück

Nachdem ich meine Spätsommer-Blogpause beendet habe, melde ich mich heute wieder zurück. :-)

In den vergangenen Wochen haben wir einiges unternommen und waren viel unterwegs, aber es blieb auch Zeit für Kreatives. Das Kreative bekommt ihr später zu sehen, heute will ich euch mit auf einen Ausflug ins Freilichtmuseum Ballenberg nehmen (http://www.ballenberg.ch/de/).
Für uns ist es schon zur Tradition geworden, dass wir dem Museum im Spätsommer einen Besuch abstatten. Und obwohl wir mittlerweile wirklich schon oft da waren, wird es nie langweilig.

Die besondere Stimmung,
die schönen Häuser,
die kleine Kapelle,
eine wunderschöne Gegend,
freundliche Tiere,
imposante Tiere ;-)
und überall fröhlich leuchtende Blumen (von denen ich leider dieses Jahr fast keine Fotos gemacht habe).
In den meisten Häusern gibt es interessante Dinge zu sehen, beispielsweise einen alten Coiffeur- und Barbiersalon,
eine alte Apotheke (da hat es sooo gut gerochen - und am liebsten hätte ich ein paar der Dosen mit nach Hause genommen),

und eine alte Schulstube.
Ab und zu kann man auch Handwerker (oder vielmehr Künstler) bei ihrer Tätigkeit beobachten.
Es ist faszinierend, wenn aus einem Holzklotz durch präzise Handarbeit ein bis ins Detail ausgearbeiteter Steinbock im Kleinformat entsteht.

Überall wurde liebevoll dekoriert,
 
 
und obwohl ich froh um meine eigene moderne Küche bin, war ich vom Ausblick aus diesem Küchenfenster völlig verzaubert.

Zum Schluss hätte ich dann zu gerne den kleinen Schweinchen den Hintern getätschelt, aber sie waren zu weit weg und so musste ich mich halt mit dem Fotografieren begnügen. ;-)
Für heute verabschiede ich mich von euch, aber ich melde mich bald wieder - dann will ich euch zeigen, wer in meinem Garten zu Gast ist.

Habt einen schönen Tag!

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Da fällt mir gerade ein, dass ich tatsächlich den 12tel-Blick für den August fast vergessen hätte! Nur dank Eva, die heute über Kühe berichtet, habe ich daran gedacht. Weil ich mich nämlich am letzten Augusttag so gefreut habe, dass ich tatsächlich noch ein Bild mit Kühen knipsen konnte. :-)
Und hier noch zum Vergleich die gesammelten Vormonate:
Ich verlinke bei Tabeas 12tel-Blick.

Freitag, 19. August 2016

Der Herbst klopft zaghaft an die Türe

Habt ihr auch gemerkt, dass es abends wieder früher dunkel und schneller kühler wird? Dass die Farben in der Natur anders, satter und leuchtender werden? Dass es manchmal im Wald schon ein bisschen nach Herbst riecht?
Im Garten öffnen die Herbstanemonen - die nebst den Schneeglöckchen zu meinen absoluten Lieblingsblumen gehören - ihre zarten Blüten und kündigen das Ende des Sommers an. Genauso wie die Schwalben, die sich für ihre Reise in den Süden versammeln.

Ich freue mich auf die Zeit die nun kommt, denn der  Wechsel der Jahreszeiten ist immer wieder wunderschön. (Hier habe ich schon einmal darüber geschrieben.)
Letztes Jahr habe ich auf einem Blog (ich weiss aber nicht mehr auf welchem) einen wunderschönen Kranz aus den Samenständen der Jungfer im Grünen bewundert. Damals hatte ich diese Pflanze zwar auch schon in meinem Garten, aber für einen Kranz hat es nicht gereicht.

Dieses Jahr schon!
Es waren sogar so viele, dass es noch für einen zweiten Kranz reicht.
Das sieht doch schon ein bisschen herbstlich aus, findet ihr nicht auch?

Aber ein bisschen Sommer habe ich zum Schluss doch noch für euch. Eine liebe und fröhlich-bunte Sommerkarte hat mich nämlich erreicht. Ganz herzlichen Dank, liebe Nicole und Kleiner, ich habe mich riesig gefreut dass ihr an mich gedacht habt! :-)
Und dann ist da ja noch die liebe Nicole Nr. 2, bei der ich im vergangenen Frühling ein supertolles GiveAway gewonnen habe: Ein herrliches Buch (das ich übrigens immer mal wieder zur Hand nehme!) und eine mit Gladiolenzwiebeln gefüllte, zuckersüss dekorierte Dose. Da fällt mir gerade ein, dass ich die "neu belebte" Dose mit auch schon lange mal zeigen wollte - wird nachgeholt, versprochen! Heute könnt ihr aber sehen, was aus den Gladiolenzwiebeln geworden ist:
Die Blüten sind traumhaft schön und sehen ein bisschen aus wie Orchideen, finde ich. Weitere Blütenrispen werden in den nächsten Tagen erblühen und ich freue mich darauf. An dieser Stelle nochmals ganz lieben Dank, Nicole, Du hast mir mit dem GiveAway wirklich eine grosse und sehr lang anhaltende Freude gemacht. :-)

So, und mit diesem Blick aus meinem Wohnzimmerfenster in einen frühherbstlichen Morgen verabschiede ich mich in eine kleine ebenso frühherbstliche Blogpause.
Bis bald, habt eine gute Zeit!

Liebe Grüsse,
Nadia