Montag, 13. Februar 2017

Abschied vom Winter

Dieser Winter hat sich richtig Mühe gegeben und sich von seiner allerschönsten Seite gezeigt.
Mit märchenhaft verschneiten Wäldern,
pudrigen Schneezaubereien
und herrlich knackig kalten Tagen.
Sogar Eisblumen hat er an unsere Fenster gemalt.
 
Doch nun scheint er sich langsam aber sicher zurückzuziehen. Zwar ist es vor allem nachts noch immer recht kalt, aber die Sonne strahlt merklich wärmer und im Garten blühen die ersten Schneeglöckchen. Auch die grünen Spitzen von Blausternchen, Narzissen und sogar Tulpen sind schon zu sehen. Obwohl ich den Winter sehr gerne habe, freue ich mich jetzt auch auf den Frühling. Trotzdem: Einfach so lasse ich den Winter nicht gehen, das eine odere andere Schneeflöckchen konserviere ich mir für den Fall, dass der Sommer mal wieder zu heiss wird und zu lange dauert. 😉
Im Moment bin ich nämlich völlig begeistert von den Häkelschneeflocken im Buch "Zauberhafte Schneeflocken" (Frech-Verlag):
Eigentlich ist es ein zwischen zwei Buchdeckeln festgehaltenes Winterwunderland mit Anleitungen für 100 Häkelschneeflocken.
Die Anleitungen gibt es in Wort und Häkelschrift.
Bei der geschriebenen Anleitung hatte ich zu Beginn gewisse Schwierigkeiten, muss ich zugeben. Das liegt aber daran, dass ich grundsätzlich die Einleitung bei Häkelbüchern nicht lese, sondern gleich loslege. Weil ich ja das Gefühl habe, dass ich häkeln kann...
Bei der späteren genauen Betrachtung des Buches hat sich dann herausgestellt, dass sich in diesem Fall meine Häkel-Schwierigkeiten durch einen einzigen Blick in die Einleitung hätten vermeiden lassen, weil dort nämlich alles sehr genau beschrieben und erklärt ist.
Nebst den Anleitungen hat es gleich auch noch Vorschläge, was man aus den Schneeflocken zaubern könnte. Bei mir ist es ein Schneeflockenkissen geworden, das aber schon verschenkt worden ist. Die einzelnen kleinen Schneeflöckchen werden sicher noch mehr und finden ebenfalls einen Verwendungszweck. Was ich auf jeden Fall noch nacharbeiten will, ist der Schneeflockenschal.
Bezaubernd, oder?

Aktuell bin ich aber mit einer anderen Häkelarbeit beschäftigt.
Meine Frühlings-Grannydecke will fertiggestellt werden.
Für wen ich die Reste verwenden werde, dürfte auch schon klar sein:
💕
Ich wünsche euch eine gute Woche.

Liebe Grüsse,
Nadia

Freitag, 10. Februar 2017

Esther, das Wunderschwein

Falls jemand eine Buchempfehlung fürs kommende Wochenende braucht, hier habe ich eine:
Esther, das Wunderschwein
von Steve Jenkins
Verlag: btb
 
Die grösste Liebesgeschichte aller Zeiten zwischen zwei Männern und ihrem Schwein.💗

Steve, von Kindesbeinen an ein grosser Tierliebhaber, wird von einer Bekannten gefragt, ob er nicht ein Schweinchen bei sich aufnehmen könnte. Ein Minischweinchen angeblich, das ausgewachsen maximal 35 kg wiegen soll - so behauptet auf jeden Fall die Frau, die das Tierchen nicht mehr behalten kann. Natürlich sagt Steve zu, denn so ein Minischweinchen ist ja etwas ganz Besonderes, das will er sich nicht entgehen lassen.
Da er sich aber denken kann, wie wenig sein Partner Derek von der Idee begeistert sein wird, nebst den bereis zur Familie gehörenden Hunden und Katzen noch ein Schweinchen aufzunehmen, verschweigt er die Sache erstmal und heckt einen Plan aus, wie er Esther dann quasi als "Zufallsfund" in die Familie integrieren könnte. Das geht aber gründlich schief, wie so vieles andere im Laufe der Geschichte auch noch...
 
Zum Beispiel die Sache mit dem "Mini"schweinchen, die sich als grundlegender und fataler Irrtum herausstellt. Denn dass es sowas wie Minischweinchen nämlich gar nicht gibt, wird Steve dann relativ schnell - aber dennoch viel zu spät - bewusst. Esther ist da, hat sich sofort in sein Herz katapultiert und weggeben kommt für ihn überhaupt nicht mehr in Frage. Auch nicht, als Esther grösser und grösser wird und der Tierarzt andeutet, dass Esther wohl noch lange weiterwachsen wird.
 
Schlussendlich wird Esther, das "Mini"schwein, dann fast zehnmal mehr wiegen als die von der Bekannten behaupteten 35 Kilo und mini wird nichts mehr an ihr sein.
 
Steve erzählt witzig und liebevoll wie Esther zu ihm und seinem Partner Derek gekommen ist, welche Turbulenzen es gab (und das waren viele!) und zu welchen Tricks und kleinen Notlügen er gegriffen hat, um Derek zu überzeugen, dass Esther unbedingt zu ihrer Familie gehören muss. Und das, obwohl sie das Daheim der beiden Männer zeitweise in ein übelriechendes Chaos verwandelt hat.
Begleitet wird die Geschichte von zahlreichen witzigen und entzückenden Farbfotos aus Esthers Leben. Trotzdem: Ich möchte lieber kein Schwein als Haustier haben, erst recht nicht nach der Lektüre dieses Buches. ;-)
Etwas störend fand ich, dass ab einem gewissen Punkt immer mal wieder und für meinen Geschmack teilweise ein bisschen sehr missionarisch das vegetarische bzw. vegane Leben gepriesen wurde. Jedem das Seine, klar, und die Beweggründe von Vegetariern kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Aber vegan? Wieso? Was soll man denn beispielsweise mit all den Eiern machen, die die Hühner ja ohnehin legen? Ich achte sehr darauf, Produkte aus tierfreundlicher Haltung zu kaufen - und das werde ich auch weiterhin mit gutem Gewissen tun. Auf jeden Fall fand ich es ein bisschen irritierend, von jemandem mit erhobenem Zeigefinger gesagt (bzw. in diesem Fall "geschrieben") zu bekommen dass der Konsum von Fleisch, Eiern und Milchprodukten nicht in Ordnung ist, während er selber von seinem im Haus wohnenden, im Bett schlafenden und mit Perücken und Kleidern "dekorierten" Tier von einem "glücklichen Schwein in artgerechter Umgebung" spricht.
Aber wie auch immer, das Buch hat mich so gut unterhalten und zum Lachen (und manchmal auch zum Staunen) gebracht, dass ich diesen Kritikpunkt eigentlich gut ausser Acht lassen und das Buch als leichte, amüsante Lektüre empfehlen kann.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein gemütliches, entspanntes Wochenende.
Liebe Grüsse,
Nadia

Dienstag, 7. Februar 2017

Ich will auch mitmachen!

Und zwar bei Tabeas 12tel-Blick! Sehr, sehr spät bin ich dran, aber besser spät als nie, oder?

Das ist mein Blick für das Jahr 2017:
Wieder habe ich mich für ein bequemes (weil jederzeit problemlos zu erreichendes) Motiv entschieden: Eine Ecke meines Gartens. Was mich besonders freut ist, dass ich dieses Jahr ein richtiges Schneebild auf sicher habe. Letztes Jahr hat das so ja leider nicht geklappt.

Das Bild ist Mitte Januar entstanden, mittlerweile ist die weisse Pracht leider wieder verschwunden. Aber dafür zeigen sich schon die ersten Schneeglöckchen, was genauso schön ist wie eine flockige Schneedecke. Kalt ist es allerdings immer noch, und da passt mein heutiger Buchtipp perfekt:


Simply the (Woll)Rest - kreative Ideen aus Wollresten stricken
EMF Verlag
Autorinnen: Helgrid van Impelen und Verena Woehlk Appel

Bei meinen Handarbeitssachen steht unter anderem ein ganzer Korb voller Wolle, das meiste davon sind Reste von ehemaligen Projekten. Teils zwar noch ganze Knäuel, aber zum grössten Teil nicht mehr so viel, dass es für etwas Grösseres reicht. Zum Wegwerfen sind mir die Reste dann doch auch zu schade. Da kam mir dieses Buch natürlich wie gerufen: Viele Projekte, die sich auch für kleinere Wollreste bestens eignen.
Zur Einleitung gibt es Tipps, wie man dem Wollchaos in der Restekiste am besten begegnet und Abhilfe schafft, gefolgt von einer kurzen Einführung bezüglich Material, Strickschrift und Abkürzungen.
Es folgen diverse Anleitungen, zum Beispiel für eine Hockerhusse, eine Badematte, ein Stirnband, ein Kosmetiktäschchen und vieles mehr. Ich habe Handwärmer nachgestrickt, nicht wie vorgeschlagen geringelt, sondern mit einer Farbverlauf-Wolle. Die Anleitung ist sehr gut und leicht nachvollziehbar geschrieben, so  dass das Stricken einfach nur Spass gemacht hat und die Handwärmer bestimmt nicht mein einziges Projekt aus diesem Buch bleiben werden.
 
Offensichtlich etwas inspiriert vom im Buch erwähnten Wollchaos, ist das Inhaltsverzeichnis ein bisschen durcheinander geraten. 😉 Der Verlag hat jedoch prompt reagiert und aufgeräumt - so darf ich heute hier das korrigierte und korrekte Inhaltsverzeichnis zur Verfügung stellen.

Ich geh jetzt wieder ein bisschen stricken! 💕

Liebe Grüsse,
Nadia

Freitag, 20. Januar 2017

Lieber Winter, bitte bleib noch ein bisschen!

Ja, ich möchte wirklich, dass der Winter noch ein bisschen bleibt.
Weil er so schön ist und manchmal sogar winzig kleine Herzchen für denjenigen dalässt, der genau hinschaut.
Weil er den Vogel- und Schneckenhäuschen (*diesen hier*) ein weisses Mützchen aufsetzt,


und den Tisch mit einer flauschig-weichen Tischdecke deckt.
Weil er den Wald in ein Winterwunderland verzaubert




und weil er den Blick aus meinem Wohnzimmerfenster zu etwas ganz Besonderem macht.
Nun, da draussen der Garten unter einer weissen Decke ruht, kann man die Zeit wunderbar fürs Handarbeiten nutzen. Im Zusammenhang mit meinem Wollvorrat-Abbau bin ich bei Nicki auf ein tolles Projekt gestossen: Ein Grannydecken-Häkelkreis, sozusagen. 😉 Ich hab gleich mal meine Wollkiste durchwühlt und mir etwas zusammengestellt, aus dem im Verlauf des Jahres eine Decke werden soll.
Die ersten Grannys sind natürlich schon gehäkelt, aber die zeige ich euch später einmal, denn heute gibt's Genähtes zu sehen!

Der Verlag Bassermann hat mir ein tolles Buch von Ruth Laing zur Verfügung gestellt:
Geschenke aus dem Nähkästchen
Feine Projekte, die Freude machen

Freude machen diese kleinen, feinen Projekte wirklich!
Das Buch ist etwas anders aufgebaut als gewohnt, weil alle Arbeiten in "Stundenprojekt", "Halbtagesprojekt" und "Tagesprojekt" eingeteilt sind. Da lässt sich vorab schon mal gut einschätzen, mit welchem Zeitaufwand ungefähr zu rechnen ist. Für mich ist das sehr wertvoll, weil ich den Aufwand grundsätzlich immer unterschätze, egal ob beim Nähen, Stricken oder Häkeln (oder auch beim Putzen...).  🙊
Nach dem üblichen Vorwort und dem Inhaltsverzeichnis folgen ein paar kurze, gute Erklärungen zum Nähhandwerk, was sicher vor allem für Nähanfängerinnen wertvoll und hilfreich ist.
Die Projekte selber werden in der Regel auf einer Doppelseite vorgestellt, schön bebildert, mit einer übersichtlichen Aufstellung des benötigten Materials und einer gut verständlichen Anleitung. Bei aufwändigeren Arbeiten finden sich sogar bebilderte Schritt für Schritt-Anleitungen, die sehr hilfreich sind.
Bei den im Buch enthaltenen Anleitungen ist für jeden Geschmack und jede Gelegenheit etwas dabei: Vom Topflappen übers Hundehalsband, Nähbeutel, Armbänder bis hin zur Handytasche.
Auch wenn man mal etwas ohne Nähmaschine machen möchte gibt es die eine oder andere Idee, zum Beispiel eine Anleitung für den Bezug von Kartonboxen mit schönem Stoff.
Im hinteren Teil des Buches sind die Schnittmuster, die sich gut kopieren oder abpausen lassen. Das Buch - und das finde ich sehr praktisch - bleibt problemlos offen liegen, so dass man nötigenfalls auch während des Nähens einen Blick auf die Anleitung werfen kann.
 
Ein herrlich inspirierendes Buch, das sowohl für Nähanfänger wie auch für Fortgeschrittene geeignet ist, die gerne selbstgenähte Nettigkeiten verschenken (oder auch behalten) möchten.

Ich wünsche euch ein kreatives Wochenende!

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Selber werde ich mich endlich mal wieder einem grösseren Nähprojekt widmen - meiner Patchworkdecke!