Freitag, 12. Mai 2017

Die Zeit rennt...

Könnt ihr auch kaum glauben, dass wir schon wieder mitten im Mai sind? Unfassbar wie schnell die Zeit verfliegt...

So habe ich auch gerade eben erst festgestellt, dass ich mit meinem 12tel-Blick für den April ganz schön spät dran bin. Aber hier kommt er:
 Der Blick auf die vorangegangenen Monate:
Grün ist es geworden und wer ganz genau hinsieht kann entdecken, dass das Vogelhäuschen wirklich bewohnt ist. 😍 Zweimal habe ich sogar kurz das Dach abgenommen und reingeschaut:
Und wenig später:
Wir hoffen sehr, dass die kleinen Blaumeisen durchkommen - die Kohlmeiseneltern in einem anderen Nistkasten haben ihre Vogelbabies im Stich gelassen . Alle sind gestorben. Die Vogelwarte hat mir die Auskunft erteilt, dass es sich vermutlich um junge, unerfahrene Elternvögel gehandelt hat, die durch die Wetterkapriolen an ihre Grenzen gekommen sind und deshalb einfach aufgegeben haben. Das ist schon traurig.

Das nasse und kühle Wetter hat dafür gesorgt, dass ich viel Zeit lesend und häkelnd (dazu ein anderes Mal mehr) im Haus verbracht habe.

Der frechverlag hat für Lesevergnügen gesorgt und mir dieses BusseSeewald-Buch zur Verfügung gestellt:
Ganz herzlichen Dank dafür!

Ich bin sicher, dass es euch ganz bestimmt auch gefallen wird: Eine ganz entzückende Sammlung aus Ausflugstipps, Dekoideen, Rezepten und Bastelvorschlägen.
Ergänzt wird das Ganze durch unterhaltsam geschriebene Tagebucheinträge von Daphne, die teilweise zum Schmunzeln verleiten und manchmal auch zum Nachdenken anregen.
Interessante Menschen werden vorgestellt, zum Beispiel eine Künstlerin, die traumhaft schöne Rosen aus Papier fertigt (das möchte ich auch können!), eine andere, die aus herrlichen Papieren, Spitzen und Bändern wunderbare Bücher und Karten anfertigt, eine dritte, die süsse Teddys näht und eine weitere, die - sehr aussergewöhnlich - ausgediente Zigeunerwagen in Gartenhäuschen verwandelt.
Man wird von Daphne auf verschiedene Flohmärkte in Paris und London mitgenommen, besucht entzückende Lädchen, einen kleinen Teesalon in dem einem kabarettistische Einlagen geboten werden und nimmt an einer fröhlich-bunten Gartenparty teil.
 
Ein wirklich gelungenes Buch, das viel Freude macht und als tolles Extra einen Bogen mit nostalgischen Tags sowie zwei Bögen hübsch bedrucktes Papier mit Motiven zum Ausschneiden und für eigene Dekoideen enthält. 
Zudem ist in der Buchmitte ein Ausschneide- bzw. Bastelbogen eingebunden, woraus sich kleine Schächtelchen  basteln lassen würden. Das ist dann gleich auch der einzige Kritikpunkt, den ich habe: Niemals würde ich Seiten aus einem Buch herausreissen oder darin herumschnibbeln. Heisst: Die Seiten werden bei mir unangetastet und die Schachteln somit auf ewig ungebastelt bleiben.

Trotzdem hat mir das Buch natürlich richtig viel Freude bereitet.

Was mir auch Freude bereitet, ist die Aussicht aufs Wochenende. Bei uns ist es gestern Abend aufgrund einer netten Einladung spät geworden - viel zu spät für meine Verhältnisse, und das spüre ich jetzt nur zu gut... Tja, man wird halt nicht jünger! 😉

Ich wünsche euch ein gemütliches Wochenende.

Liebe Grüsse,
Nadia

Donnerstag, 13. April 2017

Lust auf Garten - Lust auf Laube

Unglaublich, was die Natur wieder für ein Schauspiel zeigt, findet ihr nicht auch? Tag für Tag öffnen sich neue Blüten, zeigen sich neue Blättchen und spriesst neues Grün aus der Erde.
Da zieht es einen bei jeder Gelegenheit nach draussen.
Herrlich, wenn man einen Garten hat.
Aber was tut jemand, der in einer Wohnung - vielleicht sogar ohne Balkon - lebt?
Der hat hoffentlich das Glück, einen Schrebergarten sein Eigen zu nennen.
Zu diesem Thema hat mir der Verlag DVA ein richtig tolles Buch zur Verfügung gestellt:
Lust auf Laube
Autoren: Caroline Lahusen und Silvia Doria
Verlag: DVA

Es handelt sich hierbei um eines jener Bücher, bei denen man schon nach dem ersten Blick weiss: Toll! Richtig, richtig toll! Der Einband ist sehr hochwertig und im Innenteil geht es gleich so weiter, sowohl von der Haptik an sich wie auch vom Inhalt her. 
Ein bebildertes Inhaltsverzeichnis verschafft einen ersten Überblick über die im Buch vorgestellten Gärten bzw. deren Besitzer und macht sofort Lust auf mehr. 
Die Gärten und die dazugehörenden Lauben sind alle sehr unterschiedlich, aber eines haben sie gemeinsam: Man sieht und spürt, dass die Besitzer viel Liebe und Herzblut in ihre kleinen Feierabend- und Wochenendparadiese legen, egal ob es sich um ein ziemlich futuristisches Gartenhäuschen wie auf dem obigen Bild handelt oder ob es doch einigermassen traditionell zu und her geht. 
Die begeisterten Hobbygärtner erzählen davon, wie sie zu ihrem Schrebergarten gekommen sind, was sie verändert haben oder wie vielleicht sogar der Garten sie verändert hat. Man erhält auch kleine, hilfreiche und originelle Tipps und sehr oft gibt es etwas zu schmunzeln. 
Zwar bin ich in der glücklichen Lage, mitten im Grünen zu leben und somit auch einen grossen Garten zu haben. Allerdings muss ich zugeben, dass dieses Buch bei mir trotzdem die Lust auf einen Schrebergarten geweckt hat. Weil halt so ein Stückchen Land mit einem entzückenden kleinen wochenendtauglichen Häuschen drauf schon einen ganz besonderen Charme hat.. 
Ein Buch, das ich euch wärmstens empfehlen kann und von dem ich sehr hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird!
Ja, und dann schulde ich euch ja noch meinen 12tel-Blick vom März! Zwar ist fast schon Zeit für denjenigen vom April, aber natürlich will ich das Versäumte trotzdem noch nachholen:
Die Vormonate haben so ausgesehen:
Man sieht, dass die Weide grüner geworden ist und unser eigener Rasen eher nicht so. 😉 Das liegt aber daran, dass wir ihn gerade vertikutiert hatten, als ich das Foto gemacht habe. Auf dem April-Bild wird er dann schon wieder viel besser aussehen. 

Was man leider auch nicht sieht ist, dass das Vogelhäuschen bewohnt ist. Mir ist nur noch nicht klar, wer jetzt drin wohnt - entweder Kohlmeisen oder Spatzen. Auf jeden Fall gab es kürzlich ein interessantes Schauspiel zu beobachten, als nämlich eine Kohlmeise angefangen hat, den Inhalt des Häuschens ins Freie zu zerren. 
Sofort kam ein Spatz angeflogen, der von der Meisentätigkeit offenbar gar nicht begeistert war und danach dann auch tapfer die Stellung am Häuschen gehalten hat. 
Obs genützt hat, weiss ich (noch) nicht, aber bald wird man ja sehen, welche Eltern Futter für ihren Nachwuchs herbeitragen.

Ich wünsche euch ein schönes, langes Osterwochenende.

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Auch in die Nistkästen an unserer Garage sind Spatzen eingezogen, die eifrig Nistmaterial herbeitragen. 

Montag, 20. März 2017

Die allerschönste Frühlingsmusik

Eigentlich gibt es ja nur zwei Möglichkeiten, welches denn die schönste Frühlingsmusik ist: Entweder das frühmorgendliche Vogelgezwitschere oder das emsige Summen der Bienen und Hummeln. Wie ist das bei euch? Was berührt euch mehr, der Gesang der Vögel oder das Summen der Bienen?
Für mich ist beides ein Glücksmoment. Aber da die Vögel ja auch im Winter nie ganz verstummen (zum Glück!), ist das erste Bienengesumme im Frühling für mich immer wieder etwas ganz Besonderes. Die Bienen - und natürlich auch die Hummeln - sind jetzt wieder fleissig und erfreuen das Gärtnerohr und -herz mit ihrer Bienenmusik.
 
Schon jetzt freue ich mich auf die Kirschbaumblüte. Wenn man sich zu dieser Zeit an den Stamm stellt, direkt unter die Mitte des blühenden Baumes, hört es sich an, als ob man mitten in einem Bienenvolk wäre. So schön!
Bis dahin erfreue ich mich an der etwas dezenteren, aber nicht minder schönen Musik-Variante von Bienen in und auf Frühlingsblumen.
Die Elfenkrokusse gefallen mir ganz besonders gut.
Eigentlich habe ich nur ein paar wenige Zwiebelchen davon in die Erde gesteckt, aber sie vermehren sich wunderbar, was mich natürlich sehr freut.
Auch die Lenzrosen werden immer mehr, dieses Jahren blühen endlich auch die ersten Sämlinge, die in meinem Garten gewachsen sind. Mit der Zeit werden es wohl zu viele werden, als dass ich alle behalten könnte. Aber für solche Schönheiten finden sich immer Abnehmer, zum Glück!
Apropos Glück: Gestern habe ich ein Buch fertiggelesen, das ich euch keinesfalls vorenthalten will:
von Elmar Rassi

Kennt ihr auch diese Menschen, die irgendwie immer griesgrämig und unzufrieden zu sein scheinen, die sich über nichts wirklich freuen können, von denen immer ein "Aber" kommt und die überall das Haar in der Suppe suchen? Zum Glück kenne ich nur wenige Exemplare davon und muss zugeben: Ich tue mich sehr schwer mit ihnen. Weil wir hierzulande ja allen Grund haben, glücklich zu sein. Wir haben alles, was wir für ein gutes Leben brauchen. Und trotzdem wird so viel gejammert... So hat mich denn auch der Klappentext von "Schweineglück" gleich sehr neugierig gemacht:

"Elmar Rassi musste als Junge aus seiner Heimat Aserbaidschan fliehen. Nachdem ihm in Deutschland ein zweites Leben geschenkt worden war, beschäftigte er sich jahrelang mit den Gesetzmässigkeiten des Glücks. Aus diesen Forschungen und eigenen Erfahrungen stellt er zehn universelle Glücksregeln auf, die uns helfen, Lebensfreude, Liebe und innere Zufriedenheit zu finden."

Elmsar Rassi spannt den Leser dann auch nicht lange auf die Folter, sondern listet direkt auf der Innenseite des Buchumschlages die 10 Zutaten seines Glücksrezepts auf. Man könnte meinen, dass damit ja eigentlich schon alles gesagt ist und man das Buch weglegen kann. Aber natürlich ist dem nicht so, uns schon ein kurzes Blättern durch die Seiten bewirkt, dass man das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen würde. Die Kapitel sind übersichtlich und bunt gestaltet, immer wieder finden sich zum Thema passende Zitate, Gedichte und Fotos und alles ist spannend und fesselnd geschrieben. Ich hatte das Buch in kürzester Zeit durchgelesen und war wirklich begeistert vom Schreibstil und den tollen, gut umsetzbaren Tipps, die Elmar Rassi seinen Lesern gibt. Dabei bleibt er so locker und authentisch, dass man ihm jedes Wort glaubt und nie das Gefühl hat, von einem abgehobenen Lehrer kaum umsetzbare Ratschläge um die Ohren geworfen zu bekommen.

Zur Auflockerung werden immer mal wieder Geschichten erzählt, die Elmar Rassi auf seinen Kreuzfahrten,  bei denen er als Glückscoach arbeitet, erlebt hat, oder er gibt die Lebensweisheiten und Tipps, die seine Grossmutter und seine Eltern ihm mit auf den Weg gegeben haben, an den Leser weiter. Einige davon sind so einfach und einleuchtend dass man nur staunen kann, nicht schon lange selber darauf gekommen zu sein.

Ein absolut tolles Buch, das schon beim Lesen für Glücksmomente sorgt.

Habt eine glückliche Woche!

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Und so sieht eine völlig entspannte und glückliche Katze aus:
Wirklich! 😻

Dienstag, 28. Februar 2017

Frühlingsahnung und 12tel-Blick

Der Frühling macht sich bemerkbar. Letzte Woche hatten wir Temperaturen bis 16 Grad und im Garten zeigen sich die ersten tapferen Frühlingsboten.
Die Winterlinge haben schwer gelitten, weil wir vor einem Jahr den Gartenteil umgestaltet haben, in dem sie wachsen. Einige haben das Gewühle und die Graberei jedoch überlebt und ich gehe davon aus, dass sie sich wieder fleissig vermehren werden.
Die Schneeglöckchen werden von Jahr zu Jahr mehr, was mich sehr freut. Wenn sie verblüht sind, werde ich von den grössten Gruppen einen Teil abstechen und an einem anderen Ort im Garten wieder einpflanzen.
Irgendwann möchte ich überall im Garten Schneeglöckchen haben. 😍
Es ist jedes Jahr wieder faszinierend, wie unterschiedlich die Blüten sind.
Die gefüllten Varianten scheinen sich ein bisschen zu zieren und nicht so fleissig zu vermehren wie die einfachen.
Dieses Jahr blühen zum ersten Mal auch die Märzenbecher. Mehrere Versuche, sie in meinem Garten anzusiedeln, sind leider fehlgeschlagen. Aber nun habe ich offenbar den richtigen Platz für sie gefunden.
Und auch das Leberblümchen zeigt die ersten Blüten. Wunderschön diese Farbe, findet ihr nicht auch?

Aber auch wenn der Frühling sich erahnen lässt - richtiges Draussen-Wetter haben wir noch nicht. So bietet es sich natürlich an, im Haus etwas zu werkeln. Beispielsweise zu nähen. Dazu habe ich euch wieder einen guten Buchtipp:
Taschen-Glück
von Ruth Laing
erschienen im Verlag Bassermann

Taschen kann man nie genug haben. Wenn die Anleitungen dazu dann auch noch von Ruth Laing stammen, kann nichts schief gehen.
Ich mag die Bücher von dieser Autorin sehr gerne, weil immer alles gut beschrieben und schön bebildert ist, so dass das Nacharbeiten Freude bereitet und auch der eigenen Kreativität Platz lässt.
Die Kulturtasche kann beispielsweise mit praktischen zusätzlichen Innenfächern ausgestattet werden, um Platz und sicheren Aufbewahrungsraum für kleinen Krimskrams zu schaffen.

Selbstverständlich erhält der Leser auch in diesem Buch wieder allgemeine Hinweise zu Material, Werkzeug & Co., und auch wertvolle Tipps und Tricks sowie bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleiungen fehlen nicht. 
Besonders toll finde ich, dass Frau Laing nur selten mit Schnittmustern arbeitet, sondern dass für viele der Taschen einfach rechteckige Stoffstücke nach angegebenen Massen zugeschnitten werden können. So kann man direkt und spontan mit der Arbeit beginnen, ohne vorher noch lange kopieren zu müssen. 
Ein tolles, abwechslungsreiches Buch mit sehr vielseitigen Vorschlägen, das sowohl für Nähanfängerinnen wie auch für Fortgeschrittene hübsche Projekte bereithält. Viel Spass beim Nähen!

Zum Schluss gibt es hier noch den 12tel-Blick für Februar: 
Der Unterschied zum Januar ist natürlich markant, da der Schnee weggeschmolzen ist und das Darunterliegende zum Vorschein kommt. Hier zum Vergleich nochmals das Bild vom Januar:
Ich bin nun selber gespannt, wie sich das Bild im Laufe des Jahres weiter verändern wird.

Liebe Grüsse,
Nadia

P.S.: Beim Entfernen von altem, welkem Laub bin ich kürzlich auf eine Weinbergschnecke im Winterschlaf gestossen. 
Habt ihr schon einmal gesehen, wie sie ihr Häuschen verschliessen, um gut über den Winter zu kommen?
Sie graben sich in die Erde ein und bilden einen Kalkdeckel, der die Häuschenöffnung verschliesst. So vor der Kälte geschützt sollen sie angeblich bis -40 Grad aushalten können!
Selbstverständlich habe ich die Schnecke danach wieder mit etwas Erde bedeckt, und nun liegt sie zwischen spriessenden Tulpen und wartet auf den Frühling.